Lagerdraht / Blog


Minilager-Song

Falls ihr nochmals einwenig in den Erinnerungen an die tolle Lagerwoche schwelgen möchtet:

 

Refrain:

Mer send im Minilager, mer send im Minilager, mer send im Minilager

Meeeeeeeer seeeeeeeend iiiiiiiiiin Giswiiiiiiiiiiiil

 

Am Samschtig sem mer zäme cho
Dör de Check In ond d Kontrolle
Flüged mer met de Minis-Air
Direkt uf Hollywood ungefähr


Felme dreihe, chömmer selber
Egal im Wald, Huus oder Fälder
De Schmenkkoffer esch au debii
Huufe Kommandos vo Regie

 

Refrain «Mer send im Minilager…»

 

Egal öb Raclette oder Pizza
D Chochi esch eifach för alles z ha!
Wohned mer doch wie im Hotel
Uf de Mörlialp aber offiziell


Am Donnstig hemmer de Bärg erklomme
Hesch en Oskar au scho gwonne?
Klar mer send ja Ministrante
Ghöret jetzt zo B’rüehmte ond Bekannte

 

Refrain «Mer send im Minilager…»

 

 

 

Samstag, 05.10

 

Liebes Tagebuch der letzte Tag beginnt bereits früh. Wir standen bereits um 7:10 Uhr auf. Nach dem letzten leckeren Frühstück ging es ans Packen, Putzen und Aufräumen. Wie die letzten Tage war das Wetter regnerisch (*hust* zum Kotzen *hust*). Dies hielt uns aber nicht davon ab auch im Regen die letzten Stunden gemeinsam zu geniessen und Spiele zu spielen. Als auch die letzte Fensterscheibe beglichen wurde, reisten wir mit dem Shuttlebus wieder ans Gate 6074 und waren pünktlich um 11:05 Uhr ready for take off. Der Flug führte uns über Berge und Seen zurück zum Flughafen Luzern-Kriens. Von dort brachte uns der Flughafen Shuttlebus zurück zum Dorfplatz. Das Empfangskomitee war natürlich ebenfalls vor Ort. Sofort wurden die Liebsten umarmt und herzlich begrüsst. Bevor alle SchauspielerInnen, Regisseure und Regisseuse, MaskenbildnerInnen, DrebuchautorInnen in den verdienten Ruhestand gelassen wurden, wurde mit der ganzen Crew nochmals lautstark gesungen und gefeiert. Das obligate Tschiii-ei-ei beendete die aufregende Lagerwoche.

 

An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an:

 

-        Unsere Lagerküche Milena und André Suter! Das exzellente Essen war die gesamte Woche ein riesiger Schmaus und hat dem verhaltenen Wetter ausgezeichnet entgegengewirkt.

 

-        Alle Dessertspender für die super feinen Kuchen und Guetsli.

 

-        Martin und Barbara Käppeli für den sensationellen Transport und Verlad der Gepäckstücke in unsere Airbus 320 Maschine

 

-        Bernhard Waldmüller und Marianne Müller für Ihren Besuch im Lager, die feine Crèmeschnitte und den besinnlich- und würdevollen Gottesdienst.

 

-        Allen Teilnehmern und Leitern für die tolle Lagerwoche mit vielen Erlebnissen, die wohl noch lange in guter Erinnerung bleiben werden.

 

-     Unserer Blogschreiberin Livia. Deine unzähligen verpassten Stunden Schlaf zugunsten unserer täglichen Leser des Lagerblogs. Danke für deine vielen Buchstaben, die du während dieser Woche auf der Tastatur zu später Stunde mit ankämpfender Müdigkeit eingetippt hast, damit wir jeden Morgen die aktuellen News und Updates von Hollywood miterleben durften!

 

-        Zu guter letzt unseren beiden Lagerleitern Remo und Pascal. Lieber Remo, lieber Pascal, für euren unermüdlichen Einsatz vor und während dem Lager danken wir euch beiden herzlichst. Es war eine unvergessliche Woche und ein super Abenteuer auf der Mörlialp. Vielen Dank, dass ihr dies alles ermöglicht habt!

 

In Liebe Jan <3 

 

 

 

Freitag, 04.10

 

Nach dem gestrigen strengen Tag stand heute ein später Brunch an. Es gab alles was das Herz begehrte. Bis um 12.00 Uhr gab es Rührei, Spiegeleier, Rösti und vieles mehr. Mehr oder weniger ausgeruht besuchten wir dann die Auktion um unseren Stick zurück zu ersteigern. Jedoch waren wir nicht alleine an der Versteigerung. Vier Profi-Ersteigerer versuchten uns den Stick abzuluchsen, ohne Erfolg. Wir konnten den Stick für unglaubliche 10‘000 Mintras zurückbekommen. Leider konnten wir den Stick erst am Ende der Auktion abholen. Zur Beruhigung der Gemüter drehten wir eine Runde durch den Wald. Nach etwa 40 Minuten erreichten wir wieder das Lagerhaus. Nach einem Gruss aus der Küche (Pizza) wurde gesungen was das Zeug hält und am eigenen Lagersong gebastelt. Zum Nachtessen gab es leckere Fajitas. Im Anschluss haben wir uns auf die Oscar-Verleihung gefreut. Als es so weit war, traf der USB-Stick in letzter Sekunde ein. So konnten wir doch noch unsere Filmpremiere feiern. Die Anspannung stieg als es dann um den Award für den besten Film ging. Dann der Schock, als es hiess, der Oscar bekommt das Blauring Horw. Die totale Verwirrung, wir haben trotzdem gewonnen!!! Juhuuuuu! Es wurde gefeiert als ob es keinen Morgen geben würde. Erinnerungsfotos wurden gemacht und nochmals Walzer getanzt. Nach der Obligaten Nachtgeschichte hiess es dann für die meisten gute Nacht. Wir Leiter geniessen den letzten Abend beim gemeinsamen Zusammensein.

 

Donnerstag, 03.10

 

Nach einer turbulenten Nacht wurden alle mit Pfannen bereits um 6.30 Uhr geweckt. Die Bedrohung von gestern Abend war eingetreten. Wir mussten fliehen vor den Angreifern. Also machten wir uns auf den Weg mit Sack und Pack Richtung Alpoglerberg. Das Wetter hat sich zum Glück gebessert. Es war ein klarer Morgen, während der Nacht fielen die ersten Schneeflocken, gerade genug um alles weiss zu zuckern. Wunderschön! Unterwegs konnten wir Gämsen beobachten. Angekommen an unserem Ziel gab es erstmal eine Stärkung. Weniger reichhaltig als sonst, jedoch dafür mit bombastischer Aussicht. Um uns aufzuwärmen, spielten wir das Spiel Laurenzia. Als dann die ersten Sonnenstrahlen über den Giswilerstock zu uns gelangten, bekamen auch die Letzten warm. Mit viel Energie traten wir dann den Heimmarsch an. Zurück im Lagerhaus ging es für die meisten erstmals unter die heisse Dusche. Zum Mittagessen gab es Älplermacaronen mit Apfelmus. Am Nachmittag messten sich die Filmteams in Sachen Sport. Es wurde getöggelt, Frisbee und Basketball gespielt. Am Abend nach dem Nachtessen (Kartoffelstock, Broccoli und Rindsgeschnetzeltes) stand die Première unseres Filmes an. Doch noch während der Vorbereitung verschwand der Stick mit dem Film! Ein Desaster!!! Als wir bei der Polizei anriefen, bestätigten die uns, das ein Stick gefunden wurde, der auf unsere Beschreibung zutrifft. Das Problem war jedoch, dass wir den Stick erst am Freitagnachmittag ersteigern können. Da Hollywood bankrott ist und wir kein Geld haben, musste eine Lösung her. Schnell war eine passende Lösung gefunden. Um das nötige Geld für die Auktion zu bekommen, gingen wir Lotto spielen. Mit dem Gewinn wollen wir morgen unseren Stick zurückholen. Alle Finger kreuzen und Daumen drücken, dass es klappt und wir noch vor den Oscarverleihungen unsere Premiere feiern können. Gute Nacht und bis Morgen…

 

Mittwoch, 02.10

 

Nachdem die Minis und die LeiterInnen heute Morgen gut gefrühstückt hatten ging es schon bald los mit dem Programm. Am Morgen stand gleich im Regen eine Schnitzeljagd an. Die Suchenden mussten mit Hilfe von Absperrband die Hinweise suchen. Am Ende gab es als Belohnung einen Gutschein für eine Crèmeschnitte für alle;) Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie die letzten Tage. Es regnete immer wieder heftig und windete stark.

 

Zurück im Lagerhaus, wurde der Schuhraum kurzerhand zum Trockunungsraum für Jacken, Schuhe und Regenhosen umfunktioniert. Umgezogen in trockenen Kleider gab es Riz Casimir. Das Wetter am Nachmittag war nicht besser, doch das störte uns nicht. Es wurde fleissig Dankeskarten gebastelt, Gottesdienst vorbereitet, T-shirts bemalt und verschiedene Spiele gespielt wie zum Beispiel das Schoggispeli. Am Abend dann eines der Highlights des Lagers: der Gottesdienst. Nach einem 15 minütigen Marsch erreichten wir die kleine Kapelle in Iwi. Dort feierten wir mit Bernhard zusammen einen kurzen, coolen Gottesdienst. Ganz Mottogetreu spielten 5 Gruppen jeweils eine Szene aus Jesus Leben vor. Für die Musik war unsere hauseigene Band zuständig. Aus voller Kehle wurde das Lied „Laudato si“ gesungen. Der Weg zurück war dann sehr ungemütlich. Es Regnete wie aus Kübeln und windete stark. Angekommen im Haus gab es Minipizzas auf dem Racclette-Öfeli. Bernhard verabschiedete sich und machte sich auf den Weg zurück nach Kriens. Nachdem die T-shirts fertig bemalt wurden, haben wir Besuch in unserem Hotel in Hollywood bekommen. Er brachte eine Gute und eine Schlechte Nachricht. Die Gute ist, unser Film hatte gute Chancen auf einen Oscar, die Schlechte ist, dass wir von einer Schlägertruppe ins Visier genommen wurden, die ebenfalls im Rennen um den Oscar mitmischen. Um uns davor zu schützen, räumten wir alle schnell unsere Schläge auf um den Eindruck zu hinterlassen, das Haus sei verlassen. Der restliche Abend verlief wie das Wetter heute, stürmisch. Nun bleibt mir nur noch gute Nacht zu wünschen und zu hoffen, dass das Wetter sich bessert.

 

Dienstag, 01.10

 

Die Sonne weckte schon bald alle Minis und LeiterInnen aus dem Schlaf... Nach dem reichhaltigen Frühstück gings wieder los mit Filmdreh, Musik schaffen und Maskenbildung. Wie wild wurden auch die Leiter und Leiterinnen im ganzen Gesicht geschminkt. Bei bestem Wetter konnten die Schauspielkünste erweitert und verbessert werden. 

Nach dem feinen Mittagessen (Wienerli im Teig mit verschiedenen Salaten, mmmhhh), lieferten sich einige ein Basketball-Duell vor dem eigenen Lagerhaus. Es wurde gekämpft um jeden Ball und jeden Korb. Andere wiederum mussten unter dem Töggeli-Tisch durchkriechen, da sie leider mit 10 zu 0 verloren hatten.... Jänooo nor es betzeli Enteehrig! :-)

Am Nachmittag fand vor sensationeller Kulisse (direkte Sicht auf den Sarnersee) das Handelsgame auf der grossen Wiese statt. Mit Lehm, Stein und Holz wurden Hütten, Häuser und Villen gebaut. Jedes Gebäude ergab eine andere Anzahl Punkte. Am Ende des Spiels wurde abgerechnet. Welches Team wohl gewonnen hat...? Völlig müde und verschwitzt gings unter die 5min warme Dusche.

Vor dem Nachtessen durften wir zwei weitere Gäste bei uns begrüssen. Marianne Müller und Bernhard Waldmüller haben den Weg zu uns nach Giswil gefunden. Herzlich Willkommen in Holywood!

Nach einem weiteren kulinarischen Highlight (Raclette!) wurde der Aufenthaltsraum schon bald in ein Wiener Ballethaus umgewandelt. Durch eine kurze Einführung von Bernhard Waldmüller in die Kunst des Walzer-Tanzes, wackelte von Acht bis Neun das ganze Haus im dreiviertel Takt. Zum Dessert gab's Vanille- und Schoko-Creme aus der hauseigenen 5-Sterne-Küche.

Stilbruch: Mbilia zeigte uns wie das Tanzen sich über die Jahre entwickelte und performte uns einen Afro-Hip-Hop mit "einfachen" Basic Bausteine... 

Da war der gemütliche Dreiviertel doch noch ein wenig einfacher :-)

 

Nur noch kurz die Zähne-Putzen und dann ab in die Heia! Eine gute Nachtgeschichte, Liebesgeschichte oder Gruselgeschichte liegt natürlich immer noch drin...

Schlaft gut und träumt von euren Abenteuern!

 

Montag, 30.09

 

Die zweite Nacht war wie erwartet, einiges ruhiger als die Erste. Wie bereits gestern gab es auch heute ein vielfältiges Frühstück. Frisch gestärkt ging es los mit dem Drehen. Das Make-up-Team schminkte was das Zeug hält. An der Filmmusik wurde weiterhin geprobt und gejamt. Unterdessen wurden im Wald die ersten Szenen abgedreht. Das Wetter war nicht gerade ideal. Es war kalt und windete sehr stark, was das verstehen der Schauspieler um einiges schwieriger Machte. Vor dem Mittagessen hatten wir bereits einige Szenen im Kasten. Um unsere kalten Finger aufzuwärmen, gab es zu Mittagessen Gulasch und Salat. Genau das richtige nach dem Filmen im Wald. Aufgewärmt und mit viel Energie sowie besserem Wetter starteten wir in den Nachmittag. Nach einem kurzen Marsch wurden wir fündig für unsere nächste Filmlocation. Als auch diese Szenen abgedreht waren, teilten wir uns auf. Einige wollten zurück zum Lagerhaus um Fussball und Basketball zu spielen. Währenddessen machte sich eine Gruppe auf den Weg durch das schöne Naturschutzgebiet zu laufen, welches ganz in der Nähe unseres Lagergeländes liegt. Zum Nachtessen gab es Safran und Tomatenrisotto sowie die gestern beim grillieren übriggebliebenen Würste. Das Abendprogramm bestand aus Werwölfeln. Als Bettmumpfeli gab es für alle einen leckeren Dobler-Schokokuss. Nach einer Nachtgeschichte hiess es für die Teilnehmer Nachtruhe. Für uns Leiter sorgte der Abend noch für eine super Überraschung. Jan stiess überraschend zum Leiterteam dazu, bis am Mittwochabend. Dann muss er wieder zurück an die Uni. Er wird mich morgen beim Lagerblogschreiben vertreten. Nun bleibt mir nur noch allen gute Nacht zu wünschen. Wir Leiter geniessen den Abend noch beim gemeinsamen Zusammensein.

Sonntag, 29.09

 

Nach einer unruhigen ersten Nacht erwartete uns ein reichhaltiges Frühstück zur Stärkung für einen vollen Tag. Gleich im Anschluss ging es auch schon mit dem Programm weiter. Da Hollywood wie wir gestern erfahren hatten, Konkurs gegangen ist und somit unsere Anstellung als Nebendarsteller in einem Hollywoodstreifen verloren hatten, mussten wir uns etwas überlegen um Geld zu verdienen. Schnell entschieden wir einen eigenen Film zu produzieren. Mit neuer Motivation ging es um das Verteilen der Aufgaben die es zu erledigen gibt um einen eigenen Film zu drehen. Die Minis konnten sich nun bei verschiedenen Team vorstellen gehen und die jeweiligen Gruppenleiter von sich überzeugen. Zur Auswahl standen: Schauspieler, Maske, Kamera, Drehbuch schreiben und Filmmusik. Als die Jobs verteilt waren, musste nur noch ein Filmthema gefunden werden. Bis wir uns für ein Thema entschieden hatten, gab es auch schon wieder Mittagessen. Nach Pastetli mit Erbsli, Rüebli und Reis konnten wir gestärkt in unseren Gruppen weiterarbeiten. Es wurde fleissig geschminkt, geprobt und Drehbuch geschrieben. Die Gruppe Kamera machte sich auf den Weg um geeignete Locations für den Film zu finden. Während dem Nachmittag erhielten wir noch Besuch von Eltern, die in der Umgebung wandern waren und auf einen kurzen Stopp vorbei kamen. Nach einem ereignisreichen Nachmittag nutzen wir das super Wetter und warfen den Grill an. Zum Nachtessen gab es Würste vom Grill und verschiedene Salate ganz im Stile eines Brötlifestes. Dank der super Arbeit der Drehbuchautoren erfuhren wir auch schon die Geschichte, um die es in unserem Film geht. Diese bleibt aber bis zur Veröffentlichung unseres Filmes streng geheim. Damit unsere tolle Idee ja nicht geklaut werden kann! Um uns für den morgigen Tag zu wappnen, hatten wir Anschauungsunterricht von den Besten ihres Faches. Zac Efron und Hugh Jackman kamen zu besuch, natürlich nicht in Person sondern im Film „The Greatest Showman“. Nach dem hauseigenen Kinoabend mit Popcorn und was sonst noch so dazu gehört gingen alle sehr erschöpft ins Bett. Guet Nacht und bis morgen!

 

Samstag, 28.09

 

Auf nach Hollywood! Nach dem Check-in und gründlicher Sicherheitskontrolle ging es mit der MinisAir Richtung Hollywood. Im Flugzeug wurden die Minis von den Stewardessen in Sachen Sicherheit an Bord informiert. Nach diesem kurzweiligen Flug kamen wir unserem Ziel immer näher. Über Stock und Stein ging es zu Fuss weiter zu unserem 5-Sterne Hotel. In der Mittagspause erhielten wir Besuch von einer jungen Hündin, die uns bis zur Unterkunft begleitet hatte. Erschöpft vom Marsch stellten wir mit Schrecken fest, dass Hollywood Konkurs gegangen ist. Um diesen Schock zu verarbeiten bezogen wir die Zimmer und stärkten uns mit einem feinen Apéro. Zum Nachtessen gab es Spaghetti Bolognese oder Carbonara und Salat. Beim Abendprogramm übten wir mit Spielen die Namen aller Teilnehmer. Nach einem feinen Dessert gingen alle hoffentlich müde ins Bett. Morgen steht ein spannender Tag voller Programm bevor.

 

PS: Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns ein Dessert gesponsert haben.